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Service    Reportagen    Bernd Clasen

Bernd Clasen

"Ausserordentliche Laufruhe"

„Versuchsbetrieb“ aus Überzeugung

Reportage Andreas Frangenberg

Seit 1991 ist Bernd Clasen Betriebsleiter bei Matthiesen Ackerbau in Wasdow, Mecklenburg-Vorpommern. Seit dieser Zeit kennt und schätzt er auch die Mähtechnik von Schumacher. Was dann allerdings 1993 ausgerechnet mit einer Reklamation begann, ist eine bis heute andauernde, für beide Seiten äußerst erfolgreiche Zusammenarbeit mit Group Schumacher als „Versuchsbetrieb“. Wir haben Bernd Clasen in Wasdow besucht.

Der Landwirt Bernd Clasen stammt aus Niebüll in Schleswig-Holstein, ist aber seit Einrichtung der Matthiesen Ackerbau im mecklenburg-vorpommerischen Wasdow zu Hause. Dort arbeitet er mit einem Team von fünf Mitarbeitern, die er mit großer Wertschätzung „seine Jungs“ nennt.

Auch im größten Erntestress ist immer noch ein lustiger Spruch oder ein Scherz willkommen, arbeiten alle Hand in Hand. Und genau das macht Bernd Clasen auch mit Gerhard Hoben vom Technischen Kundendienst der Group Schumacher. Hoben ist seit Jahren immer wieder vor Ort und stimmt beispielsweise ab, welche neu entwickelten Mähtechnik-Komponenten hier einem echten Praxistest unterzogen werden können.

Neben Zuckerrüben für die Zuckerfabrik und Silomais für die Biogasanlage eines Nachbarbetriebs werden auf insgesamt 1.500 Hektar Betriebsfläche noch Raps, Weizen und Roggen angebaut. Recht heterogene Bodenverhältnisse mit 18 bis 55 Bodenpunkten bedeuten, dass auch die Bestände entsprechend inhomogen sein können. In jeder Parzelle sind beispielsweise Bereiche, in denen immer wieder mit Lagergetreide zu rechnen ist. Für die Ernte der Druschfrüchte setzt der Betrieb seit fünf Jahren auf zwei Claas Lexion 770 mit Vario-Tischen und jeweils zwölf Metern Schnittbreite.

Nachgerüstet mit „dem gewissen Extra“

Nachdem die beim Kauf der Mähdrescher montierten Schmiedesysteme die Verschleißgrenze erreicht hatten, war für Bernd Clasen klar, dass wieder die bewährte Schumacher Technik zum Einsatz kommen sollte. Allerdings wurde von Gerhard Hoben in einer Maschine im Frühjahr 2017 keine Standardtechnik verbaut, sondern eine neue Variante von Schumacher mit Überschneidung in der Mitte.

„Es gibt viele Gründe, weshalb wir mit der Technik und dem Service von Schumacher so zufrieden sind. Dazu gehören natürlich der gute Schnitt, das super Handlung dieser Mähtechnik, und in besonderem Maß auch die außerordentliche Laufruhe, die mit dem gesamten System einhergeht“, berichtet Clasen. „Auch die aktuell montierte Versuchsanordnung läuft bislang absolut einwandfrei und überzeugend. Wir sind damit sehr zufrieden und schätzen die Möglichkeit, selbst bei der Praxiserprobung mitzuwirken. So können wir unmittelbar verfolgen, wohin die Entwicklung geht, und wir merken, dass unsere Rückmeldungen zu der neuen Technik geschätzt und aufgegriffen werden. Das bringt auch uns ein Stück weiter“, so Clasen.

Verschleißarm, wartungsfreundlich und enorm leistungsstark

Schon in der Vergangenheit haben die Lebensdauer, die einfache Wartung und im Fall der Fälle auch der unkomplizierte Austausch von Komponenten den Betriebsleiter überzeugt. „Das passiert Gott sei Dank nicht oft, aber natürlich haben wir hin und wieder Schäden durch Fremdkörper, die etwa den Tausch von Ährenhebern oder einzelnen Klingen erfordern. Und da ist für mich entscheidend, dass wir diese Dinge unkompliziert und schnell erledigen können. Auch in dieser Frage ist das Schumacher System einfach unschlagbar“, lautet das Urteil von Bernd Clasen.

Angesichts der heutigen Arbeitsbreiten erinnert er sich: „Bei dem früher genutzten neun Meter breiten Tisch mit einseitigem Antrieb war eindeutig eine Grenze erreicht. Jetzt nutzen wir zwei kürzere Messerbalken mit beidseitigem Antrieb – und das äußert sich in geringerem Kraftbedarf und einer sehr hohen Laufruhe. Das ist ein Top-System. Wir merken immer wieder, dass der Materialfluss die Mähdrescher an ihre Grenzen bringt; an die Grenzen der Messerleistung kommen wir erst gar nicht her-an.“

Die 12 Meter breiten Schneidwerkle der beiden Lexion sind jeweils mit einer zweiteiligen Haspel ausgestattet, und auch das hat einen guten Grund. Bei der zuvor genutzten Technik mit 9 Meter Schneidwerk und einteiliger Haspel sei es schon einmal vorgekommen, dass die Haspelzinken etwa beim Ausheben des Schneidwerks am Vorgewende in die Messer gegriffen und dort Schäden an den Klingen verursacht hätten. „In der Mitte hängt die Haspel bei diesen Schnittbreiten etwas durch. Um dann Schäden an den Klingen zu verhindern, haben wir die Höheneinstellung der Haspel so verändert, dass das nicht mehr passieren konnte. Dank der zweiteiligen Haspel besteht das Problem heute allerdings gar nicht mehr“, weiß der Betriebsleiter.

Traumberuf mit Wermutstropfen

An dem reibungslosen Ablauf der Ernte und den Erläuterungen des Betriebsleiters wird eines deutlich: Hier ist ein Vollblutprofi am Werk. Deshalb verwundert es nicht, wenn er die Landwirtschaft als seinen Wunschberuf schlechthin beschreibt. „Topleistungen kann man aber nur erreichen, wenn man mit den richtigen Leuten zusammenarbeitet. Und da haben wir hier ein Spitzenteam“, freut sich Clasen. Gleichermaßen sei er froh, dass seine Frau ihm selbst in der stressigen Erntezeit den Rücken freihalte. „Ohne das ginge es nicht“, sagt er dankbar.

Es gibt für ihn aber auch ein paar Wermutstropfen: „Es ist traurig, dass Gesellschaft und Landwirtschaft heute so weit voneinander entfernt sind. Die Menschen wissen nicht mehr, was wir tun, warum wir es tun, und wie gut wir unsere Arbeit leisten. Dieser Mangel an Akzeptanz ist ein Problem, mit dem unsere Branche immer stärker zu kämpfen hat. Gleiches gilt für die Herausforderungen, die sich aus der EU- und der nationalen Agrarpolitik ergeben. Und schließlich wird es zunehmend schwieriger, gute Fachkräfte zu finden“, weiß Bernd Clasen. Und dennoch lautet sein Fazit: „Was gibt es Schöneres, als das, was man vor Monaten gesät hat, jetzt einzufahren. Wenn die Arbeit dank Team und Technik so reibungslos klappt, dann macht das trotz aller Alltagsprobleme einen richtig guten Tag aus.“