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Service    Reportagen    Rob Ewoldt

Rob Ewoldt

"Unterschied wie Tag und Nacht"

"Da habe ich genau hingehört ..."

Reportage Andreas Frangenberg

Mais und Sojabohnen bestimmen das Bild auf dem Familienbetrieb von Rob Ewoldt in Iowa, USA. Darüber hinaus ist er seit 2015 Direktor der Iowa Soybean Association. Als Freunde ihm von den Leistungen des Schumacher Systems vorschwärmt haben, hat er sehr genau hingehört. Die Berichte von ‘Unterschieden wie Tag und Nacht‘ bei Verschleißfestigkeit von Klingen und Messerbalken und von dem ruhigeren Lauf des Mähsystems brachten ihn dazu, auch sein Schneidwerk umzurüsten. Wir konnten den Umbau begleiten und mit Rob über seinen Betrieb und seine Arbeit sprechen.

Robert (Rob) Ewoldt, seine Frau und die beiden zehn und acht Jahre alten Söhne leben auf der Rafter E. Ranch LLC in Davenport, Iowa. Der 1973 geborene Rob hatte ursprünglich vor, Lehrer zu werden, und deshalb das entsprechende Studium aufgenommen. Nach zwei Studienjahren, und von den Warnungen befreundeter Lehrer desillusioniert, änderte er seine Meinung und nahm ein landwirtschaftliches Studium auf. „Um ehrlich zu sein – ich war nicht wirklich einer der fleißigsten Studenten. Ich habe stattdessen mehr auf einem landwirtschaftlichen Betrieb gearbeitet und von den Leuten dort viel von dem gelernt, was ich wusste, als ich meinen Betrieb gepachtet habe“, erinnert er sich.

Vier Meilen nördlich des Mississippi


Als sich die Möglichkeit ergab, seinen eigenen Betrieb in der Nähe des elterlichen Hofs zu starten, zögerte Rob nicht lange. Die gesamte Fläche ist gepachtet und nur die Maschinen sind Eigentum. „Nur wenige können von sich behaupten, nördlich des Mississippi zu leben und zu wirtschaften“, erzählt Rob. Der Mississippi fließt nämlich generell von Nord nach Süd, macht aber südlich des Betriebs eine Schleife. „Genau wie der Lauf des Flusses war auch mein Start in das Erwerbsleben nicht ganz gradlinig“, sagt Rob mit einem zufriedenen Lächeln, „aber jetzt habe ich den perfekten Beruf. Jeder Tag ist anders, ich bin mein eigener Herr, ich mag Herausforderungen, und ich liebe es, nach Lösungen zu suchen, die ökonomisch und ökologisch gleichermaßen tragfähig sind.“

Rob zielt darauf ab, beste Ergebnisse mit maximaler Umweltverträglichkeit zu kombinieren. Dabei geht es ihm nicht um den Maximalertrag. Hinzu kommt, dass rund 90 Prozent der Betriebsflächen als hoch erodierbar eingestuft und über ein kleines Fließgewässer direkt an den Mississippi angebunden sind. Es braucht also entsprechende Überlegungen, um die gut 445 Hektar Ackerfläche mit geringstmöglichen Auswirkungen auf die Umwelt bewirtschaften zu können. Auf rund 50 Prozent der Fläche werden Mais, auf etwa 40 Prozent Sojabohnen und auf den restlichen zehn Prozent Luzerneheu als Pferdefutter zur Vermarktung angebaut. „Wir säen etwa 60.500 Körner, um einen Bestand mit etwa 56.500 Pflanzen pro Hektar zu erreichen, und die Saat erfolgt in der Regel zwischen dem 25. April und dem 10. Mai“, berichtet Rob.

Aufgrund der Nähe zum Mississippi als Transportweg hat Rob nie ernstlich erwogen, eigene Lagerkapazitäten für die gesamte Ernte zu schaffen. Nur rund zehn bis 20 Prozent der Maisernte werden eingelagert, der restliche Mais und alle Sojabohnen gehen direkt zu den Frachtterminals am Fluss. „Man kann über eigene Lagerkapazitäten denken wie man will, aber ich bin sicher, dass deren Fehlen bei mir dazu geführt hat, dass ich sehr genau über die Vermarktungsmöglichkeiten Bescheid weiß“, ist Rob überzeugt.

Auf der Suche nach neuen Märkten

Rob liegt es nicht, sich zurückzulehnen und anderen Initiative und Verantwortung zu überlassen. Im Jahr 2015 hat er sich deshalb erfolgreich für eine erste dreijährige Amtszeit als neuer Direktor der Iowa Soybean Association zur Wahl gestellt. „Ich bin davon überzeugt, dass ich in dieser Position etwas für meine Berufskollegen und mich bewegen kann. In dem Verband tun wir viel im Hinblick auf neue Vermarktungsmöglichkeiten, viel im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit, und wir haben Wissenschaftler, die für uns an beiden Themen arbeiten“, erläutert er. So hat eine Initiative des Verbands einen völlig neuen Markt in China eröffnet. In einer Kooperation mit chinesischen Landwirten wurde eine Fischfarm als Modelprojekt etabliert, die exklusiv Sojabohnen aus Iowa als Fischfutter importiert. Das Projekt hat sich laut Rob so gut entwickelt, dass inzwischen 30 oder 40 weitere Betriebe dieser Art entstanden sind. „Nicht alle importieren und nutzen Sojabohnen aus Iowa oder den USA, aber es ist uns gelungen, einen ganz neuen Markt zu erschließen – und das eröffnet maßgebliche Möglichkeiten für die Landwirte in den USA.“

Darüber hinaus ist die Iowa Soybean Association in ein Biodieselprojekt in Kalifornien eingebunden. „Wir machen auch viel auf den inländischen Märkten, etwa zum Thema Biodiesel. Derzeit werden mit 25 bis 30 Prozent Sojaöl im Biodiesel verschiedene Mischungsverhältnisse getestet. Wenn das gut funktioniert und von den strengen Behörden in Kalifornien zugelassen wird, ergeben sich daraus auch Möglichkeiten in weiteren US-Bundesstaaten“, ist Rob überzeugt.

Mit der städtischen Bevölkerung im Gespräch

Neben der Entwicklung neuer Märkte kümmern Rob und der Verband sich auch intensiv um Information und den Dialog mit der städtischen Bevölkerung. „Wir müssen erläutern, was wir tun. Wir müssen deutlich machen, dass wir das, was wir tun, in den offenen Systemen Boden, Wasser und Luft so gut tun wie irgend möglich. Und wir müssen zeigen, dass eine falsche Politik nicht nur die Arbeit der Landwirte und die Entwicklung der Betriebe behindert, sondern auch die Lebensmittel teurer macht“, beschreibt Rob einen weiteren Arbeitsschwerpunkt des Verbands.

Zu den 70 bis 75 Mitarbeitern der Iowa Soybean Association gehören deshalb Landwirte, Wissenschaftler und Umweltschützer ebenso wie Menschen, die in den Supermärkten das Gespräch mit den Konsumenten suchen. „Wenn wir Unterstützung, Verständnis und Akzeptanz in der Gesellschaft zurückgewinnen wollen, ohne dass die Menschen zuvor unter einer Lebensmittelknappheit leiden mussten, dann müssen wir den Dialog suchen, wieder und wieder“, betont Rob. „Wir müssen erklären, was wir tun, anstatt es zu verstecken, denn die Verbraucher haben nicht die leiseste Ahnung, wo ihre Lebensmittel herkommen.“

In gespannter Erwartung …

Während Rob über seinen Betrieb und seine Verbandsarbeit berichtet, kümmern sich Ron Thompson, Jeff Corlis und Casey Sander von Group Schumacher um die Umrüstung des 9,10 Meter breiten 930 Flex-Schneidwerks an dem John Deere 9760 STS Mähdrescher des Betriebs. Der Umbau umfasst Mähfinger, Klingen und Messerbalken sowie oben und unten führende Rollen. „Nach dem, was meine Freunde mir erzählt haben, bin ich nun wirklich gespannt, das System in diesem Jahr bei der Ernte meiner Sojabohnen zu erleben. Ich habe so viel von dem geringen Verschleiß, dem ruhigen Lauf und dem perfekten Schnitt gehört, jetzt will ich das auch an meinem Mähdrescher sehen“, sagt Rob.

Und seine gespannte Erwartung bekommt noch zusätzlichen Schwung, als Ron Thomp-son, leitender Berater bei Group Schumacher in den USA, den ultimativen Härtetest mit der neuen Mähtechnik vorführt: Er drückt einen massiven Holzbalken in den laufenden Messerbalken. Der einzige, dem dieser Test nicht gut bekommt, ist der Holzbalken, der in kleine und kleinste Stücke geraspelt wird. Angesichts dieser bemerkenswerten Demonst-ration hat Rob nun ein klareres Bild, was seine Freunde mit dem ein ‘Unterschied wie Tag und Nacht‘ gemeint haben ...