Diese Webseite nutzt Cookies zur Verbesserung des Erlebnisses unserer Besucher. Indem Sie weiterhin auf dieser Webseite navigieren, erklären Sie sich mit unserer Verwendung von Cookies einverstanden.

Service    Reportagen    Stan Kading

Stan Kading

"Einfach besser"

"Nichts toppt dieses System"

Reportage Andreas Frangenberg

Stan Kading und seine zwei Söhne Ash und Alex bewirtschaften in Iowa, USA, jeweils knapp 2.430 Hektar Mais und Sojabohnen sowie gut 200 Hektar mit begrünten Run-off-Steifen zum Erosionsschutz. Seit fast einem Vierteljahrhundert läuft hier die Erntetechnik von Group Schumacher. Für die Kadings gibt es einfach kein System, das den sauberen Schnitt, den Leichtlauf, den geringen Verschleiß und den niedrigen Wartungsaufwand toppen könnte.

Der Betrieb Kading Ag. Inc. liegt nahe des Städtchens Casey im Südwesten von Iowa. Die Region gehört zu den höher gelegenen Teilen des Bundesstaats und bildet die Wasserscheide zwischen den Flusssystemen von Mississippi und Missouri. Die hügelige Landschaft ist seit mehr als 100 Jahren die Heimat der Familie Kading. Stan, Jahrgang 1951, hat den Betrieb von seinem Vater im Jahr 1970 übernommen, und mit seinen beiden Söhnen Ash und Alex, 41- bzw. 38-jährig, ist seit 1998 bereits die nächste Generation als Miteigner und Betriebsleiter ‘fest im Sattel‘.

Die Topographie der Region ist Grund für eine der Besonderheiten des Betriebs: Gut 200 Hektar ‘grassed waterways‘ werden jedes Jahr erhalten oder neu angelegt, um den Abfluss von Oberflächenwasser zu steuern und so der Bodenerosion zu begegnen. Schon seit den 1950ern sind Praktiken wie diese Run-off-Streifen weit verbreitet, um die Verlagerung des wertvollen Oberbodens in benachbarte Gewässer oder in andere nicht landwirtschaftlich genutzte Flächen zu verhindern.

Traumberuf mit klarem „aber“

„Zusammen mit meinen Söhnen in und mit Mutter Natur arbeiten zu können, macht mir viel Freude. Es ist gut, frei und unabhängig leben und arbeiten zu können. Viele positive Impulse bekomme ich auch von Familie und Freunden, von meinem Glauben und davon, meine Kreativität ausleben zu können“, erzählt Stan. Und doch gibt es für ihn auch einen Wermutstropfen: „Die Landwirtschaftspolitik hat uns inzwischen 40 bis 50 Prozent der Freiheiten genommen, die wir einmal hatten. Einige der politischen Vorgaben führen sogar dazu, dass kleine Betriebe aufgeben müssen. Sie ändern die finanzielle Situation für uns Landwirte, und ich bin der Meinung, dass das so nicht in Ordnung ist“, sagt er.

Für Stan und seine Söhne ist es gleichermaßen wichtig, gut informiert zu sein. Bevor er selbst den Betrieb von seinem Vater übernommen hat, hat er am College Vorlesungen in Wirtschaftsrecht besucht, gleichzeitig aber auch fast in Vollzeit auf dem Betrieb gearbeitet. „Landwirtschaft ist Wirtschaft“, sagt Stan mit einem Lächeln, „und ich habe diese Vorlesungen besucht, weil ich Informationen bekommen wollte, aber keinen College-Abschluss. Sobald ich alle rechtlichen Informationen hatte, die ich haben wollte, habe ich keine Vorlesung mehr besucht, sondern mich stattdessen ganz auf die Arbeit auf dem Beitrieb und dann auch auf die Betriebsleitung konzentriert.“ Seither haben sich die Zeiten geändert, und so ist Stan froh, dass beide Söhne einen Abschluss in Agrarwirtschaft erworben haben, bevor sie in den Familienbetrieb eingestiegen sind.

Seit 24 Jahren voll und ganz überzeugt

Stans Vater hat 1953 damit begonnen, Sojabohnen auf dem Betrieb anzubauen. „Der Ertrag lag damals bei rund 13 dt/ha. Heute haben wir Saatdichten von knapp 413.000 Körnern pro Hektar, säen zwischen dem 15. April und dem 10. Mai und ernten durchschnittlich knapp 40 dt/ha. Dabei dient die hohe Saatstärke als ‘Versicherung‘ für einen guten und dichten Bestand, der in guten Jahren auch knapp 51 dt/ha Ertrag liefern kann“, sagt Stan. In Iowa gilt der Anbau von Bt-Mais und Sojabohnen im Wechsel als völlig normal. Auf dem Betrieb der Kadings ist dann allerdings für die Ernte der Sojabohnen besonders robuste Technik erforderlich.

Neben den Run-off-Streifen setzt die Familie nämlich auch seit vielen Jahren auf Minimalbodenbearbeitung. Aus diesem Grund stehen bei der Ernte der Sojabohnen auch noch Teile der Kornstängel aus dem Vorjahr auf dem Feld. Bei der Maisernte werden nur die Kolben von den Stängeln gepflückt, und die Maisstängel verbleiben, zum Teil abgeknickt, auf dem Feld. „Wir haben die Beobachtung gemacht, dass die Stängel von Bt-Mais deutlich langsamer verrotten als die Stängel herkömmlicher Sorten“, erläutert Sohn Ash. „Wenn wir dann also unsere Bohnen zwischen Mitte September und Mitte Oktober ernten, müssen die Messer des Schneidwerks mit den Stängeln der Bohnen und den Maisstängeln gleichzeitig zurechtkommen. Und ganz ehrlich: Ich kenne keine Erntetechnik, die das so reibungslos und verlässlich leisten könnte wie das Schumacher System.“

Die Kadings beginnen mit der Ernte, sobald die Bohnen reif sind, um Verluste durch aufplatzende Schoten zu vermeiden. Zu dieser Zeit liegt der durchschnittliche Feuchtegehalt der Bohnen bei 15 Prozent. Rund 40 Hektar drischt dann jeder Mähdrescher der Kadings an einem durchschnittlichen Erntetag. Die Bohnen werden auf dem Betrieb eingelagert und entweder über Kontrakte oder je nach Marktpreis verkauft. „Kontrakte, die früh in der Saison geschlossen werden, können einem finanziell schnell das Genick brechen, wenn die Erträge nicht wie erwartet ausfallen. Deshalb setzen wir immer auf einen ausgewogenen Vermarktungs-Mix“, erläutert Stan. Die verkauften Bohnen werden in der Regel zu Öl und Schrot verarbeitet. Das Öl wird u. a. für die Humanernährung und die Biodieselproduktion genutzt, während das Schrot als Tierfutter Verwendung findet.

„Im Lauf der Jahre wurden unsere Schneidwerke immer breiter“, erinnert sich Stan. Wir haben mit 3,6 Metern begonnen, und dann auf 3,9 m, 4,5 m, 6,1 m, 9,1 m und schließlich auf die 12,2 m breiten Schneidwerke von heute hochgerüstet. Nachdem wir die 6,1 Meter breiten durch die 9,1 Meter breiten Schneidwerke ersetzt hatten, waren wir von der dort montierten Originaltechnik allerdings alles andere als überzeugt. Als wir dann von einigen AGCO-Ingenieuren die Empfehlung bekommen haben, alternativ das Schumacher System zu nutzen, haben wir diesen Rat direkt befolgt. Das war vor 24 Jahren. Dass wir bis heute bei dieser Technik geblieben sind, zeigt deutlich unsere Wertschätzung für das Schumacher System“, berichtet Stan.

Den Kundendienst braucht man so gut wie nie!

Das Schumacher System ist bei allen fünf Mähdreschern der Kadings im Einsatz. Drei Gleaner Modelle der Baureihe Super 7 und zwei CAT / Claas Lexion 760, alle etwa zwei Jahre alt, sind mit groben Klingen, mit Mähfingern aus Stahl, dem Messerbalken sowie Planetengetrieben von Schumacher ausgestattet. Auch die oben und unten führenden Rollen, die bei Schumacher auf dem amerikanischen Markt Standard sind, gehören natürlich dazu und sorgen für exzellenten Leichtlauf. „Das System funktioniert außerordentlich gut. Wir fahren beim Dreschen der Bohnen mit ca. 7,2 bis 8 km/h. Und dabei ist für uns wichtig, dass das Schneidwerk der Kontur des Bodens bestmöglich folgt. Deshalb setzen wir auf Flex-Schneidwerke. Allerdings bedeutet der bodennahe Schnitt in der Regel einen besonders hohen Verschleiß – aber das Schumacher System punktet auch hier mit einem überzeugend geringen Abnutzungsfaktor“, berichtet Stan.

„Auch den geraden Schnitt schätze ich besonders“, fügt er hinzu. „Stellen Sie sich vor, Sie halten in der einen Hand ein Blatt Papier und in der anderen eine Schwere. Für das beste Ergebnis bei geringstmöglicher Anstrengung werden Sie das Papier immer gerade schneiden, aber nicht in einem Winkel. Weshalb sollten wir dann unsere Bohnen in einem Winkel schneiden, statt den effizientesten Weg und damit einen geraden Schnitt zu nutzen? Und genau das bietet die Schumacher Technik. Darüber hinaus bietet das System hervorragenden Leichtlauf, braucht wenig Wartung und weist kaum einmal Bruchschäden auf.“ Stan ist davon überzeugt, dass „die oben und unten führenden Rollen im Hinblick auf Bruch, Leistungsbedarf und Leichtlauf einen gewaltigen Unterschied zu anderen Systemen ausmachen“. Und da gibt es noch etwas, was Stan und seinen Söhnen bei der Schumacher Technik besonders gut gefällt: „Man braucht den Kundendienst so gut wie nie“, sagt Stan, „aber wenn doch, dann sind die Teile direkt verfügbar.“

Da beide Söhne schon vor geraumer Zeit in den Familienbetrieb eingestiegen sind, hat Stan heute deutlich mehr Freiräume als früher. „Mein Hobby – neben dem Nummer 1 Hobby Landwirtschaft – ist es, eigene Maschinen zu bauen. Es war für mich immer eine schöne Herausforderung, beschädigte Dinge zu reparieren, und mein großer Traum ist es, eines Tages eine eigene funktionierende Dampfmaschine zu bauen.“ Da die Leitung des landwirtschaftlichen Betriebs nun in den fähigen Händen der Söhne Ash und Alex liegt, könnte diese Dampfmaschine auf dem Betrieb Kading Ag. Inc. Bald ebenso Realität werden, wie die Technologie von Schumacher dort schon seit 24 Jahren verlässliche Realität ist.